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GUIDE

Wann werden PC-Spiele reduziert?

Die kurze Antwort: Ende Juni und Ende Dezember. Die lange Antwort ist nützlicher — denn die großen Saison-Sales sind nur die halbe Geschichte. Wer sie für die ganze hält, zahlt in die eine Richtung zu viel und wartet in die andere umsonst.

Dieser Guide behandelt drei Dinge: den Kalender, der sich jedes Jahr wiederholt, die Art, wie der Preis eines Spiels nach dem Launch altert, und das Lesen eines Preisverlaufs, damit ein falsches Schnäppchen keine Chance hat. Am Ende ein Kapitel, das die meisten Deal-Seiten auslassen: die Momente, in denen Warten die falsche Entscheidung ist.

Der Kalender, der sich jedes Jahr wiederholt

Valve nennt die genauen Termine einige Monate im Voraus, aber die Zeitfenster bewegen sich kaum. Rund um jedes davon fahren die meisten autorisierten Shops eigene Parallel-Aktionen — die Rabatte sind vom Publisher genehmigt, dasselbe Spiel fällt daher oft überall gleichzeitig:

Steam Spring Sale
Mitte Märzder ruhige Jahresauftakt; solide mittlere Rabatte
Steam Summer Sale
Ende Juni – Anfang Julieiner der beiden Giganten; volle zwei Wochen
Halloween-Sales
Ende OktoberHorror- und Themenkataloge, storeweit
Autumn Sale / Black Friday
Ende Novemberfast Winter-Niveau, einen Monat früher
Steam Winter Sale
Ende Dezember – Anfang Januarder andere Gigant; der breiteste Katalog des Jahres
Publisher-Sales
das ganze JahrWochen einzelner Publisher (oft rund um Serien-Releases) — mitunter tiefer als jedes Saison-Event

Ein Mythos, der sterben darf: Die Preise in den letzten Tagen eines Saison-Sales sind dieselben wie am ersten Tag. Wechselnde Flash-Deals hat Steam schon 2015 abgeschafft. Kauf, wenn du dich entschieden hast — nicht am letzten Abend.

Wie der Preis eines Spiels altert

Ein großer Release hält seinen Preis meist ein paar Monate, flirtet im ersten Saison-Sale mit −20 % oder −30 % und erreicht die ersten −50 % irgendwo um den ersten Geburtstag. Zum zweiten Geburtstag werden −70 % und mehr Routine. Indies und Mittelklasse-Titel laufen dieselbe Kurve schneller — manche schaffen −50 % in sechs Monaten.

Wie weit das geht, zeigt unser eigener Katalog: Über 1.400 reduzierte Spiele hinweg liegt der Median-Rabatt bei rund 80 %, und fast zwei Drittel sind um 75 % oder mehr reduziert. Tiefe Rabatte sind im PC-Gaming nicht die Ausnahme. Sie sind das Ziel, das fast jedes Spiel irgendwann erreicht — die einzige echte Frage ist, wie viele Monate der Weg dauert.

Die Ausnahmen sind allerdings real. Manche Publisher verteidigen ihre Preise über Jahre, und eine Handvoll Dauerbrenner muss schlicht nie tief reduzieren, weil sie ohnehin weiterverkaufen. Gehört dein Wunschspiel dazu, rettet dich kein Kalender — womit wir beim Chart wären.

Lies das Chart, nicht das Badge

Ein '−80 %'-Badge sagt für sich genommen nichts. Die Zahl, die zählt, ist der Vergleich des heutigen Preises mit dem tiefsten Preis, den das Spiel je erreicht hat. Genau das zeigt der Preisverlauf auf jeder GamerPoint-Spieleseite — samt Markierung des erfassten Tiefs. In zwei Sekunden siehst du, ob das ein echter Boden ist oder ein mittelmäßiger Dip mit großer Prozentzahl.

Der durchgestrichene 'Normalpreis' verdient dasselbe Misstrauen. Publisher erhöhen gelegentlich den Listenpreis vor einer Aktion, wodurch der Rabatt tiefer wirkt, als er ist. Verankere dich am erfassten Tief. Das ist die eine Zahl, die niemand aufblasen kann.

Und wenn das Spiel gerade keinen aktiven Deal hat? Seine Seite arbeitet trotzdem für dich: Zu den Favoriten hinzufügen — und du erfährst vom nächsten Preissturz, statt daran denken zu müssen, nachzuschauen.

Wann Warten die falsche Entscheidung ist

Die Schnäppchenkultur hat einen blinden Fleck: Sie hält Warten automatisch für klug. Ist es nicht immer. Wer dieses Jahr zweihundert Stunden in ein Spiel steckt, für den rundet sich der Unterschied zwischen Jetzt-Kaufen und In-vier-Monaten-mit-40 %-Kaufen auf Cent pro Stunde — und die vier Monate hat man mit den vier Monaten selbst bezahlt.

Multiplayer-Spiele sind der klarste Fall. Ihr echter Wert ist die Menge, und die Menge ist kurz nach Launch am größten. Fünfzehn Euro zu sparen, um ein Jahr später einem leereren Server beizutreten, ist für die meisten ein schlechter Tausch. Die ehrliche Regel: Warte bei Singleplayer-Spielen, auf die du nur neugierig bist — nicht bei dem Spiel, das deine Freunde gerade spielen.

Häufige Fragen

Wann ist der nächste große Steam Sale?

Steam fährt vier Saison-Sales pro Jahr — Frühling (März), Sommer (Ende Juni), Herbst (Ende November) und Winter (Ende Dezember). Valve veröffentlicht die genauen Termine Monate im Voraus; die Fenster verschieben sich von Jahr zu Jahr höchstens um ein bis zwei Wochen.

Machen alle Spiele bei Saison-Sales mit?

Der Großteil des Katalogs ist dabei, aber die Rabatte legt jeder Publisher selbst fest. Ganz neue Releases setzen ihren ersten Saison-Sale oft aus oder bieten einen symbolischen Nachlass; ältere Titel kehren fast bei jedem Event zu ihrem etablierten Maximalrabatt zurück.

Lohnen sich Launch-Rabatte?

Die typischen −10 % in der Startwoche sind eine Geste, kein Deal. Nimm sie mit, wenn du ohnehin zum Vollpreis gekauft hättest; ignoriere sie, wenn dich der Preis abgehalten hat — der erste echte Preissturz kommt meist innerhalb eines Jahres.

Warum wird mein Wunschspiel nie reduziert?

Einige Publisher schützen ihre Preise über Jahre, und Topseller haben wenig Druck zu rabattieren. Wirf einen Blick auf den Preisverlauf: Ist das erfasste Tief nach ein, zwei Jahren immer noch flach, ist das das Muster dieses Publishers — plane damit, statt auf ein Event zu warten, das vielleicht nie kommt.

Begleit-Guide: autorisierte Shops vs. Key-Reseller →Die Daten hinter diesen Zahlen: unser monatlicher Preisbericht →Die tiefsten geprüften Rabatte von heute →